„Lessus Panegyricus“ – Totenrede von Wolfgang Schwan auf Johann Philipp von Schönborn (1673)

Viele Totenreden sind nicht nur sprachliche Kunstwerke ihrer jeweiligen Zeit, in ihnen kommt auch der Zeitgeist einer Epoche zum Ausdruck.

Daher ist es umso bedauerlicher, dass ein Großteil der Leichenpredigten aus früheren Jahrhunderten noch völlig unbearbeitet in Universitätsbibliotheken und Archiven ein kümmerliches Dasein fristet.
Diese Tatsache wurde zum Anlass genommen, die Totenrede von Wolfgang Schwan auf Johann Philipp von Schönborn (1605-1673) – Erzbischof von Mainz, Kurfürst und Erzkanzler des Reiches – aus dem Jahre 1673 aus dem Lateinischen ins Deutsche zu übersetzen und einer ausführlichen Interpretation zuzuführen. Die vorliegende Totenrede liefert nicht nur Einblicke und Erkenntnisse zur Biographie von Johann Philipp von Schönborn, sie ist vielmehr auch ein Exempel barocker Sprachkunst. In Totenreden aus der Barockzeit geht es nicht nur darum, dem Verstorbenen ein Denkmal zu setzen, sondern es geht auch und vor allem darum, den Hinterbliebenen Trost zu schenken, aber auch diese zu erbauen, zu belehren und das Idealbild eines frommen Christen vor Augen zu führen.
So erfolgt auch eine Einordnung der Totenrede in den allgemeinen literarischen Zusammenhang der Barockzeit, als Beispiel der Gelegenheitsdichtung.

Die Autorin berät und informiert als promovierte Apothekerin seit zwei Jahrzehnten zahlreiche Kunden. Sie ist auch Pharmaziehistorikerin daher mit historischen Texten in Latein vertraut. Sie führt den Leser hier in die Zeit der barocken Sprachkunst am Beispiel einer Totenrede.

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