Wie lernte man Lesen und Schreiben im Mittelalter

Als elementares Prinzip des Unterrichts im Mittelalter

lässt sich das Auswendiglernen und laute Vortragen festhalten, ein Prinzip, das der praktischen Berufsvorbereitung der Mönche diente. Die Rhetorik – das richtige Sprechen – war von immenser Wichtigkeit, ein Aspekt, der vielleicht heutzutage viel zu kurz kommt.
Die klösterliche Stille bildete einen guten Rahmen für eine Ausbildung ohne Ablenkung, auf den Elementarunterricht bauten später die septem artes liberales auf, die sieben freien Künste. Die Schülerzahlen waren gering, es herrschte oft ein persönliches Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern, so dass eine fundierte Ausbildung möglich war. Insgesamt diente der Unterricht der Persönlichkeitsbildung, selbstverständlich war der Unterricht stets religiös geprägt. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß eine Abhandlung des Themas „in profundis“ an dieser Stelle natürlich nicht möglich ist. Sicherlich verdienen die Ansätze, wie im Mittelalter gelehrt wurde, auch heutzutage noch unseren Respekt, insbesondere auch das praxisorientierte Vorsprechen und Auswendiglernen.

Die Autorin berät und informiert als promovierte Apothekerin seit zwei Jahrzehnten zahlreiche Kunden. Als unabhängige Autorin führt sie hier, aufgrund ihrer Arbeiten als Pharmaziehistorikerin ein wenig in die Lernmethodik des Mittelalters ein.

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