Die frohe Botschaft…

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Wenn die Waffen schweigen…

Gerade jetzt, in der Weihnachtszeit, sehnen wir uns nach Besinnlichkeit und Frieden mit unseren Mitmenschen. Die Hektik des Alltags verhallt, für einige Momente zumindest, inmitten der Schnelllebigkeit und dem immerwährenden Konkurrenzkampf untereinander und dem Streben nach mehr… Geld, Macht, Anerkennung …gleichwelche Lebensziele das jeweilige Individuum sich gesetzt hat. Streithähne kommen zur Ruhe, Hände werden zur Versöhnung gereicht.

In der christlichen Tradition des Abendlandes war es üblich, dass in Kriegszeiten zumindest an Weihnachten die Waffen schwiegen. Zu besonderer Berühmtheit gelangte der sogenannte Weihnachtsfrieden während des Ersten Weltkrieges, als sich deutsche und britische Soldaten in Flandern und an einigen Abschnitten der Westfront am 24.Dezember 1914 und an den folgenden Tagen spontan fraternisierten. Ohne Autorisierung ihrer Befehlshaber gab es zu dieser Zeit keinen Schusswechsel an den kriegerischen Fronten, sogar ein gemeinsamer Gottesdienst in englischer und deutscher Sprache wurde gefeiert. Gegnerische Soldaten wurden zu Mit-Menschen, reichten sich die Hände, vergossen zusammen Tränen, schenkten sich gegenseitig Tabak oder Bier. Briefe und Bilder von Angehörigen wurden herumgereicht, Adressen ausgetauscht.

Zum ersten Mal nach Monaten der Entbehrung gab es inmitten der Hoffnungslosigkeit, der Angst, der Kälte, der Trostlosigkeit ein Zeichen der Hoffnung – der Hoffnung auf Frieden. Es wird berichtet, dass überall in den Schützengrüben, oben auf den Grabenrändern, die Lichter von kleinen Christbäumchen brannten. In dieser Nacht, der Heiligen Nacht, fiel kein Schuss, stattdessen klangen, bis weit in die Ferne, wundervolle Weihnachtslieder. Ein Wunder? – oder eine Absurdität, die ohnehin völlig sinnlos war, ja sogar grotesk oder irrwitzig, da der Krieg ohnehin in den nächsten Tagen fortgesetzt wurde? – Wie dem auch sei, die Szenerie gibt eine Vorstellung von dem Wunsch nach Hoffnung und Frieden, den wir alle gleichermaßen in uns tragen.

Auch ich komme zur Ruhe, in diese Tagen, will die Besinnlichkeit, die Leuchtkraft dieser besonderen Tage wahr werden lassen. Ich fühle die Wärme dieser Zeit, die sich verbreitet und uns auf wunderbare Weise umhüllt, gleichwohl draußen Kälte und Regen herrschen. Die Botschaft des Engels an die Hirten, die auf den Feldern um Bethlehem ihre Herde hüteten, löste große Freude unter den Menschen aus: Christus war geboren, in einem Stall, behütet von Maria und Josef und von einem Esel. Die frohe Botschaft sorgte nicht nur damals für Freude, sondern auch und gerade – heute.

Mehr denn je verspüren wir den Wunsch nach Frieden und nach Erlösung – Erlösung von was? Erlösung vom Bösen in der Welt, von der Last der Schuld, die wir alle tragen und letztendlich die Erlösung von dem Tod. Die frohe Botschaft trägt uns, jeden Tag, sie macht Mut und Hoffnung, deren wir so sehr bedürfen, für alle Herausforderungen des Lebens, jetzt und immerdar…

Wenn die Waffen nicht schweigen…

Ist dieser Wunsch, nach Frieden, der uns allen innewohnt, vielleicht allzu verwegen oder gar trügerisch? Ich schaue nach draußen, mit Hoffnung im Herzen, in Gedanken versunken, als mein Mann das Zimmer betritt….

Du hast gerade eine Rezension bekommen, bei Amazon, zu Deinem Buch „Blutdruck senken ohne Medikamente“. Ich wende mich meinem Mann zu, noch meinen Gedanken nachhängend. „Was hast Du gesagt?“

Mein Mann liest mir vor: „Ein Buch, das die Welt nicht braucht. Books on Demand, eine Selbstpublikation! Ein Buch, das „Qualität im Zeichen des Mörders“ verspricht. Was ist das? Ein „Qualitätslogo“, welches die Autorin selbst entworfen hat! …Auffällig abgeschrieben aus Büchern á la „Sorge dich nicht, lebe“….“      Link zur Rezension aus der zitiert wird

…Selbst in dieser Zeit, welche ein universelles Signum für Frieden und Versöhnung ist – oder besser gesagt sein sollte – werden die Messer gewetzt und die Waffen gerüstet, zumindest auf den Rezensionsseiten von Amazon.

Was wollen Sie nun damit sagen und finden Sie Ihre Rezension so wichtig, dass Sie darüber schreiben? Und weiter: Was wollen Sie mit Ihrem Klein-Klein, ist die Weihnachtszeit nicht die Zeit, denen man sich den Beladenen, den Bedürftigen, den Einsamen widmen sollte. Denen, die in Angst und Schmerzen ringen, und den Tieren, der gequälten Kreatur – so lautet vielleicht Ihr Einwand. Und hat nicht jeder von uns einen Teufel – oder auch mehrere – der ihn selbst in der Weihnachtszeit heimsucht und ihm die friedliche Stimmung raubt?

Sicher, aber ich frage mich, will verstehen, wie jemand – selbst an Weihnachten – von derart tiefem Hass und blinder Wut getragen wird, dass er um sich schlägt, Lügen verbreitet, kränken und beleidigen will, andere manipulieren will. Warum jemand, anstatt die Waffen ruhen zu lassen und sich die frohe Botschaft zu Herzen zu nehmen, zum Teufel seines Nächsten wird….

Die Fortsetzung: Die Mär vom qualitativ hochwertigen Verlags- Sachbuch…

lesen Sie dann in einem späteren, eigenen Blogbeitrag.

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